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HERA GLAS GmbH ………. Haberstrasse 27/1 ………. 69126 Heidelberg ………. Telefon: +049 6221-163750
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Technische Pflege- und Wartungshinweise !

Duschabtrennungen

Pflege und Reinigung

Profile, Beschläge und Scheiben dürfen nur mit milden, haushaltsüblichen Pflegemitteln (keine Mikrofasertücher) gesäubert werden. Auf keinen Fall Putz- oder Scheuermittel, Alkohol, Nitroverdünnungen etc. verwenden.

Auch die mechanischen Teile der Duschkabine benötigen Pflege, um ihre reibungslose Funktion über viele Jahre zu erhalten. Dazu empfiehlt es sich, einmal jährlich Metallbeschläge zu kontrollieren. Entscheidend hierfür sind die regelmäßige Reinigung und Wartung. Je älter die Ablagerungen auf den Materialoberflächen, desto schwerer sind diese zu entfernen.

Folgende Punkte sind zu beachten:

⁃ Direkt nach dem Duschen sind die Oberflächen zu säubern und zu trocknen.
⁃ Weiche, nicht scheuernde Lappen sind zu verwenden.
⁃ Achtung: Mikrofasertücher können die Oberfläche beschädigen.
⁃ Haushaltsübliche, nicht Scheuerende und nicht filmbildende Reinigungsmittel oder Glasreiniger sind einzusetzen.
⁃ Es ist immer die Gebrauchsanweisung der jeweiligen Reinigungsmittel zu beachten.


Bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas und Drahtglas empfehlen wir die Kanten zu säumen. Beim Zuschnitt dieser Gläser entstehen im Kantenbereich fertigungstechnisch Ausmuschlungen die zu einer Verminderung der Druck-Zug-Festigkeit führen, sofern diese Ausmuschlungen nicht durch maschinelles Kantenschleifen entfernt werden. Gewährleistungsansprüche bei Nichtbeachtung schließen wir aus.

Hinweis zu DIN 18008-Teile 1-6, Stand 07/2013 bzw. 02/2015

Unsere Glasdimensionierung basierend auf den Vorgaben der DIN 18008, Teile 1-6.
Sollten zur Vorlage bei Bauämtern oder anderen Institutionen statische Berechnungsunterlagen notwendig sein,so können diese jederzeit gegen Kostenrechnung erstellt werden. Kosten zur Erstellung von statischen Berechnungen sind nicht Bestandteil unseres Angebotes und werden im Bedarfsfall aufwandsabhängig gesondert in Rechnung gestellt.

Regelungen zu Ganzglas-Konstruktionen sind zum Stand 1/2016 kein Bestandteil der DIN 18008. Die Bemessungen der Verglasungen basierend auf den Anforderungen für leichte Trennwände sollten sich aus der geplanten Nutzung anderer Belastungen ergeben, so sind diese vom Auftraggeber im Vorfeld zu benennen. Basierend auf diese Angabe können unter Umständen Zusatzkosten für Prüfungen und Anträge zur Erlangung der Zustimmung im Einzelfall für solche Konstruktionen anfallen. Diese Kosten sind nicht Bestandteil unseres Angebotes und werden im Bedarfsfall aufwandsabhängig gesondert in Rechnung gestellt.

Glastrennwände, Duschabtrennungen, Glastüren und Glasschiebetüren werden als Einscheibensicherheitsgläser oder deren Kombinationen prinzipiell mit einem Heifllagerungstest gemäfl DIN EN 14179 hergestellt. Hierdurch vermindert sich das Risiko eines Spontanbruches, der jedoch nicht zu 100% auszuschließen ist. Spontanbrüche von Einscheibensicherheitsgläsern stellen im Eintrittsfalle keinen Reklamationsgrund dar.

Wir weisen darauf hin, dass die im Zusammenhang mit der Isolierglaslieferung üblichen Gewährleistungen nur eingeschränkte Gültigkeit besitzen bzw. ihre Gültigkeit verlieren, wenn die Verglasungseinheiten nicht nach den anerkannten Regeln der Technik eingesetzt werden.

Bei zusammengesetzten Spiegelwänden können physikalisch bedingt im Stoflbereich der Spiegel Verzerrungen auftreten. Unter Berücksichtigung einer Montage im Rahmen der Toleranzen nach DIN stellen diese Verzerrungen keinen Reklamationsgrund dar.

Wir weisen darauf hin, dass wir beim Einbau vorgenannter Verglasungseinheit von einer Standardsituation ausgehen. Gerüst- oder Krankosten sind in unserem Preis nicht enthalten.

Die auszuführende Duschabtrennung ist eine Sonderkonstruktion, den vorliegenden baulichen Voraussetzungen angepasst. Bei rahmenlosen Ganzglaskonstruktionen als Duschabtrennungen können bei der Verwendung von Strahl- oder Massageduschen Undichtigkeiten im Bereich der Fugenstöfle Türflügel zum Seitenteil bzw. unterer horizontaler Abschluss auftreten. Diese Undichtigkeiten stellen keinen Reklamationsgrund dar. Wir weisen darauf hin, dass die auszuführende Duschabtrennung nicht gemäfl der DIN EN 14428 "Duschabtrennungen - Funktionsanforderungen und Prüfverfahren" geprüft ist.

Ganzglas-Schiebetüren

Bei sachgerechter Bedienung der Anlage und normaler Freqentierung (20 Betätigungen pro Tag) ist ein wartungsfreier Betrieb über einen Nutzungszeitraum von min. 5 Jahren gegeben. Eine sachgerechte Bedienung der Anlage bedeutet, dass die Tür während der Betätigung von Hand geführt wird.

Bei höherer Frequentierung empfehlen wir einen jährliche Wartung durch den Kunden zu veranlassen.

Gemäß Auslegung des deutschen Instituts für Bautechnik bezüglich Anwendung von Einscheibensicherheitsgläsern im konstrukiven Bereich (Ganzglastüranlagen) wurde die im Angebot beschriebene Ganzglastüranlage aus Einscheibensicherheitsglas ESG-H mit Heifllagerungstest kalkuliert. Mit der Durchführung des Heifllagerungstestes wird die Gefahr eines Spontanbruchs, der bei Einscheibensicherheitsgläsern prinzipiell auftreten kann stark reduziert. Das Produkt entspricht somit allen zur Zeit gültigen Regelwerken.

Bauseitige Installationen:

Bei Montage an bauseitigen Wänden sind eventuell vorhandene Elektroleitungen bzw. sonstige Installationen bauseits zu lokalisieren und bei Aufmafl und vor der Montage bekannt zu geben.

Die Glasdickenermittlung für permanent begehbare Glasflächen kann nur für den jeweiligen Anwendungsfall, entsprechend der Lagerungsart, und gemäfl genormter Lastenannahmen, mit Berücksichtigung der zutreffenden Behördenvorschriften durchgeführt werden. Die angegebene Glasdicke stellt eine Orientierungshilfe dar, befreit jedoch nicht vom statischen Nachweis des Prüfstatikers. Kosten für die statische Berechnung sind im vorgenannten Preis nicht enthalten.

Zustimmung im Einzelfall

Das Bauordnungsrecht unterscheidet zwischen geregelten und nicht geregelten Bauprodukten oder Bauarten. Bauprodukte gelten als nicht geregelt, wenn es für sie keine technischen Baubestimmungen oder allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt oder wenn sie von den technischen Baubestimmungen im wesentlichen abweichen. Wenn für nicht geregelte Bauprodukte ode Bauarten auch keine allgemein baurechtliche Zulassung bzw. ein allgemein baurechtliches Prüfzeugnis vorliegt, oder wenn wesentliche Abweichungen von Zulassungen bzw. Prüfungen bestehen, ist für die Verwendung dieser Bauprodukte oder Bauarten eine Zustimmung im Einzelfall erforderlich. Eine Zustimmung im Einzelfall muss bei der obersten Baubehörde des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden. Deshalb sollte bereits in der Vorplanung unbedingt mit der jeweiligen Baubehörde Kontakt aufgenommen werden, um zu klären, ob und welche Bauvorschriften und / oder Prüfungen zu berücksichtigen sind.

Bei Scheibendicken ab 12 mm und/oder Einzelgewichten ab ca. 250 kg bedarf es zur gleichmäfligen Temperaturerhitzung eine längere Ofenzeit. Die dem Ofen zugewandte Glasseite weist produktionsbedingt vermehrt Hitzepunkte und Laufspuren auf. Diese Stellen jedoch keinen Reklamationsgrund dar, da dies produktionsspezifisch nicht vermeidbar ist. Wir bitten um Beachtung.

Bei der Bearbeitung von übergebenen, kundeneigenen Gläsern und Zubehör zum Zuschneiden bzw. zur nachträglichen Bearbeitung, kann es trotz gröflter Sorgfalt zu Beschädigungen auf der Glasoberfläche bzw. zu Komplettzerstörungen der Glaseinheiten oder des Zubehör kommen.
Für die Beschädigungen wie auch für Komplettzerstörungen übernehmen wir keinerlei Haftung. Ersatzansprüche werden grundsätzlich ausgeschlossen. Die Bearbeitung erfolgt auf Kundeneigenes Risiko.

Bei der Produktion von Glasscheiben kann es vereinzelt zu Ausfällen während der Fertigung kommen, z.B. durch Glasbruch, Fehler im Glas, Maschinenausfall, verspätete oder falsche Lieferung durch Vorlieferanten! Die Lieferfrist verlängert sich dadurch angemessen. Sämtliche daraus resultierende Folgekosten lehnen wir ab. Wir bitten um Beachtung.

Pflegehinweis!

FlexoTop Oberflächen sind glatt, homogen und stabil und sind dadurch gegen alle im Haushalt üblichen Säuren und Laugen resistent.
Zur Entfernung von Vermutzungen empfehlen wir den Gebrauch eines weichen, nicht kratzenden Schwamms bzw. Tuchs und einen FlexoTec Reiniger. Diese aus dem Pflegeprogramm bewährten Reinigungsmittel wirken nicht nur aktiv gegen allgemeine Verschmutzungen, Kalk und Wasserränder - auch bei besonders kalkhaltigem Wasser - sondern auch gegen Fett und Seifenreste.

Achtung!

Auf die Verwendung folgender, sehr aggressiver Reinigungsmittel, die Oberflächen zerkratzen und damit den Oberflächenschutz verletzen können, sollte unbedingt verzichtet werden:

- Scheuermilch bzw. Scheuerpulver
- hochkonzentrierte Abflussreiniger
- Armaturen- und Stahlreiniger
- pulverförmige WC Reiniger

Oberflächenverletzende bzw. scheuernde Reinigungsgeräte dürfen ebenfalls nicht verwendet werden.

Die Güte des Oberflächenschutzes ist auf eine langjährige Haltbarkeit ausgelegt. Sollte dennoch in Ausnahmefällen der Oberflächenschutz nach längerem Gebrauch Beschädigungen aufweisen, können diese bei Bedarf durch den AktivSchutz behoben werden.

Bei Beachtung dieser einfachen Pflege wirkt der FlexoTop Oberflächenschutz mit seinen positiven Gebrauchs- und Hygieneeigenschaften langzeitig.

Spontanbruch bei Einscheibensicherheitsglas (ESG / ESH-H):

Das Risiko von material- und herstellungsbedingten Spontanbrüchen bei ESG-Scheiben infolge Nickel-Sulfid Einschlüssen kann durch den Heat-Soak-Test (Heifllagerungstest) nach DIN EN 14179-1 verringert, jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Daher stellen Brüche aufgrund Nickel-Sulfid Einschlüssen keinen Reklamationsgrund dar, so dass wir hierauf begründete Ansprüche sowie Folgekosten vollumfänglich ablehnen.

Statik:

Eine projektbezogene statische Vordimensionierung wurde von uns nicht durchgeführt. Die Konstruktionsdetails und die örtlichen Verhältnisse am Bauwerk sind uns nicht bekannt.

Verbundscheibensicherglas aus vorgespannten Einzelscheiben werden durch die Fabrikation der Einzelscheiben, ihrem Vorspannen und darauf folgendem Laminieren hergestellt.

Auf Grund dieses Prozesses kann es zu folgenden Erscheinungen kommen:


- Versatz der Einzelscheiben zueinander
- Versatz der Bohrungen durch übliche Toleranzen
- Überstehende Folienreste
- Blasenbildung der Folie im Bereich von Bohrungen und Rändern

Bei Auflenverglasungen mit freier Witterung der Glaskanten können durch die hygroskopische Eigenschaft der Folie in der Randzone von 15 mm Veränderungen des Farbeindrucks produktspezifisch je nach Umgebungsbedingung auftreten. Diese Veränderungen sind zulässig.

All diese Erscheinungen sind produktionstechnisch bedingt und stellen keinen Reklamationsgrund dar.


Ganzglaskonstruktionen werden schon seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts weltweit eingebaut. In der 50-jährigen Geschichte dieser Bauart haben sie sich bewährt und sind unverzichtbarer Bestandteil der Architektur geworden.

Durch die Einführung der DIN 18008 mit ihren Teilen 1 bis 5 in die Listen der Technischen Baubestimmungen der Länder entfiel neben der TRAV, TRLV und TRPV auch die "4-m-Ausnahmeregelung"aus den Anlagen der Technischen Baubestimmungen. Mit dieser Regelung wurden Ganzglasanlagen realisiert, obwohl die Standsicherheit nicht explizit nachgewiesen wurde. Glasauswahl und Konstruktionsdetails wurden aus dem Stand der Technik und positiven, praktischen Erfahrungen generiert.

Da in der DIN 18008 einige Bauarten, insbesondere aus der Reihe der Ganzglaskonstruktionen nicht beschrieben sind, müssen die Nachweise nun durch eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) oder eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) nachgewiesen werden (Stand Drucklegung). Zwar sind verschiedene Regelungen zur Zulassung und Bewertung in der Überarbeitung, doch fehlen für die einwandfreie Bauausführung die Anwendungsgrundlagen.

Verkehrssicherheit

Für Ganzglasanlagen kommen ausschließlich Sicherheitsgläser zur Anwendung. So schreibt die GUV-I 669 vor, dass bruchsichere Werkstoffe (ESG, ESG-H, VSG sowie lichtdurchlässige Kunststoffe mit vergleichbaren Sicherheitseigenschaften) entsprechend den jeweiligen Produktnormen zu verwenden sind. Um das Risiko eines Spontanbruches bei ESG zu verringern, ist für Ganzglasanlagen, wenn ESG zum Einsatz kommt, nur ESG-H zu verwenden.

Bauart bedingt können verschiedene Unfallquellen entstehen, die es zu vermeiden oder zu vermindern gilt. Die größte Gefahr ist, dass es bei Öffnungs- und Schließbewegungen von Türen zu Quetschung oder Scherung von Körperteilen kommen kann. Diese Verletzungen können vermindert werden, wenn die möglichen Unfallstellen mit Schutzleisten, Abweisern oder Aufsteckprofilen an den Nebenschließkanten ausgestattet werden.

Für die verschiedenen Verkehrsbereiche, wie z. B. Schulen, Kitas, Hallenbäder, müssen weitere Vorschriften beachtet werden (z. B. Landesbauordnung, Arbeitsstättenverordnung, Technische Regeln für Arbeitsstätten, Unfallverhütungsvorschriften, die Versammlungsstättenverordnung oder sonstige Sonderbauverordnungen).

Baurechtliche Situation

Anforderungen an Bauprodukte und Bauarten sind laut Fachkommission der Bauministerkonferenz (Dezember 2015) in den Landesbauordnungen (LBO) festgelegt. Teil dieser LBO ist die Liste der Technischen Baubestimmungen.

In der DIN 18008 - die in die Liste der Technischen Baubestimmungen der Länder aufgenommen ist - sind Ganzglasanlagen nicht beschrieben. Mit Einführung der DIN 18008 entfiel die sog. "4-m-Ausnahmeregelung" aus den Anlagen der Technischen Baubestimmungen. Es handelt sich folglich bei Ganzglasanlagen um nicht geregelte Bauarten. Für den Nachweis der Verwendbarkeit dieser Anlagen ist also eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erforderlich. Nur einige wenige Ganzglasanlagen können mit der DIN 18008 realisiert werden. Für diese bestehen die üblichen Nachweispflichten.
Nicht geregelt sind insbesondere:

- die Ermittlung der Lasten durch die beweglichen Glaselemente, die über Beschläge auf vertikale Glasscheiben übertragen werden,
- die Ermittlung der Lasten durch Schiebe- und Faltelemente, die von den lastabtragenden Elementen (Beschlagsysteme) in den Baukörper übertragen werden,
- die Ermittlung der Glasdicken,
- die Ermittlung der Glasarten,
- die notwendige Glasbearbeitung (Ausschnitte und Bohrungen) zur Befestigung der Beschlagsysteme,
- Aussteifungsglas.


Die Bauregellisten, ebenfalls Bestandteil der Landesbauordnungen, werden von der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB) voraussichtlich 2017 ersetzt. Die Regelungen werden sich erneut ändern und sind zukünftig zu berücksichtigen.

Anforderungen durch die DIN EN 14351


DIN EN 14351-1 "Fenster und Türen - Produktnorm, Leistungseigenschaften - Teil 1: Fenster und Außentüren ohne Eigenschaften bezüglich Feuerschutz und/oder Rauchdichtheit":

Die DIN EN 14351 legt die Anforderungen für Fenster und Türen fest, darunter fallen auch rahmenlose Glastüren und alle Seitenteile, die aus Glas bestehen. In der DIN EN 14351 wird gefordert, dass die Scheiben gem. der Produktnormen (z. B. DIN EN 12150 Glas im Bauwesen - Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas und weiteren) gefertigt werden müssen. Weitere Anforderungen z. B. an die Stoßfestigkeit, Schlagfestigkeit, Schlagregendichtheit oder an den Widerstand gegen Windlast werden in der Norm beschrieben. Den Anforderungen an die Stoß- und Schlagfestigkeit kann nachgekommen werden, indem der Nachweis bei den Glasherstellern eingefordert wird.

Ganzglasanlagen in der Außenfassade unterliegen der DIN EN 14351, die verschiedene Leistungsklassen beschreibt.

DIN EN 14351

1. Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm gibt materialunabhängige Leistungseigenschaften an und gilt für Fenster (auch Dachflächenfenster, Dachflächenfenster mit Schutz gegen Brand von außen und Fenstertüren), Außentüren (einschließlich rahmenlose Glastüren, Flucht- und Paniktüren) und zusammengesetzte Elemente.

Rahmenlose Glastüren

Tür, bei der das Türblatt (die Türblätter) und alle Seitenteile aus Glas bestehen (z. B. Einfachglas- oder Isolierglaseinheit), ohne ein lastenaufnehmendes oder lastenübertragendes Rahmenwerk.

Stoßfestigkeit

Fenster und Außentüren mit Glas oder anderen zerbrechlichen Werkstoffen müssen geprüft und die Ergebnisse nach EN 13049 angegeben werden. Falls zutreffend, ist die Prüfung von beiden Seiten durchzuführen.

Rahmenlose Glastüren

Glas in rahmenlosen Glastüren muss EN 1863-2, EN 12150-2, EN ISO 12543-2, EN 14179-2 oder EN 14321-2 entsprechen.
Die zu erfüllenden Eigenschaften aus der DIN EN 14351-1 werden durch die Anforderungen aus der DIN 18055 vorgegeben. Jede der festgelegten Anforderungen muss erfüllt werden, d.h., das "Leistungsprofil" des Produktes muss dem "Anforderungsprofil" entsprechen oder dieses übertreffen. Ist dies nicht der Fall, ist das Produkt nicht für den vorgesehenen Gebrauch geeignet.

Ganzglasanlagen und Glastüren im Innenbereich von Gebäuden sind per DIN noch nicht geregelt. Aber es liegt ein Entwurf der DIN EN 14351-2 "Fenster und Türen - Produktnorm, Leistungseigenschaften - Teil 2: Innentüren ohne Feuerschutz- und/oder Rauchdichtheitseigenschaften" vor. In diesem sind Anforderungen an Innentüren beschrieben.

prEN 14351-2


Rahmenlose Glastür

Tür, bei der das Türblatt (die Türblätter) und/oder/die Seitenteil(e) aus Glas bestehen (z.B. Einfachglas- oder Isolierglaseinheit), ohne ein lastenaufnehmendes oder lastenübertragendes Rahmenwerk.

Verglaste Tür mit Verletzungsrisiko


Türen, deren untere 1500 mm zu mehr als 30 % aus Glas bestehen und bei denen mindestens eine der Glasscheiben größer ist als 0,2 m².

Schlagfestigkeit

Bei verglasten Türen mit Verletzungsrisiko
Der Einschlag darf verglaste Bauteile der Innentür weder auf gefährliche Art und Weise loslösen oder abtrennen, noch jegliche Baubeschläge aus ihrer Verbindung lösen, noch darf einer der Verbundbauteile auf gefährliche Art und Weise losgelöst oder zertrümmert werden.

Schlagfestigkeit bei rahmenlosen Glastüren
Rahmenlose Glastüren müssen mit Sicherheitsglas hergestellt werden. Beabsichtigt der Hersteller, die Schlagfestigkeit einer Innentür mit einem Türblatt aus rahmenlosem Glas anzugeben, muss das Glas EN 12600, EN 12150-2, sowie EN 14449 und EN 14179-2 entsprechen.

5.1 Schlagfestigkeit (nur bei verglasten Türen mit Verletzungsrisiko)


Beabsichtigt der Hersteller, die Schlagfestigkeit anzugeben, wird die Prüfung nach EN 13049 durchgeführt und die Ergebnisse nach derselben Norm angegeben. Sofern relevant, ist die Prüfung von beiden Seiten durchzuführen. Ist Sicherheitsglas in der Tür enthalten, muss dieses EN 12600 entsprechen und das sichere Bruchverhalten muss EN 12150-2, EN 14449 oder EN 14179-2 entsprechen.
Ist die Ganzglaskonstruktion als leichte nichttragende Trennwand (Festverglasung, HRW, HSW geschlossen) ausgebildet, ist ein Nachweis der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit nach DIN 4103-1 "Nichttragende innere Trennwände - Teil 1: Anforderungen und Nachweise" zu führen. Dazu zählen u. a. statische und stoßartige Einwirkungen sowie leichte Konsollasten.

Liste der Zuordnung von horizontalen Linienlasten zu den Nutzungskategorien.

Kategorie Nutzung K Beispiele horizontale Linienlasten
kN/m
*Hinweis 3
A Spitzböden A Für Wohnzwecke nicht geeigneter, aber zugänglicher Dachraum bis 1,80 m lichter Höhe 0,5
  Wohn- und Aufenthaltsräume A Decken mit ausreichender Querverteilung der Lasten, Räume und Flure in Wohngebäuden, Bettenräume in Krankenhäusern, Hotelzimmer einschl. zugehöriger Küchen und Bäde 0,5
    A wie A2, aber ohne ausreichende Querverteilung der Lasten 0,5
B Büroflächen, Arbeitsflächen, Flure B Flure in Bürogebäuden, Büroflächen, Arztpraxen ohne schweres Gerät, Stationsräume, Aufenthaltsräume einschl. der Flure, Kleinviehställe 0,5
    B Flure und Küchen in Krankenhäusern, Hotels, Altenheimen, Flure in Internaten usw.; Behandlungsräume in Krankenhäusern, einschl. Operationsräume ohne schweres Gerät; Kellerräume in Wohngebäuden 1,0
    B Alle Beispiele von B1 u. B2, jedoch mit schwerem Gerät 1,0
C Nutzung: Räume, Versammlungsräume und Flächen, die der Ansammlung von Personen dienen können (mit Ausnahme von unter A, B, D und L festgelegten Kategorien). C Flächen mit Tischen; z. B. Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Schulräume, Cafés, Restaurants, Speisesäle, Lesesäle, Empfangsräume, Lehrerzimmer 1,0
    C Flächen mit fester Bestuhlung; z. B. Flächen in Kirchen, Theatern oder Kinos, Kongresssäle, Hörsäle, Wartesäle 1,0
    C Frei begehbare Flächen; z. B. Museumsflächen, Ausstellungsflächen, Eingangsbereiche in öffentlichen Gebäuden, Hotels, nicht befahrbare Hofkellerdecken sowie die zur Nutzungskategorie C1 bis C3 gehörigen Flure 1,0
    C Sport- und Spielflächen; z. B. Tanzsäle, Sporthallen, Gymnastik- und Kraftsporträume, Bühnen 1,0
    C Flächen für große Menschenansammlungen; z. B. in Gebäuden wie Konzertsäle, Terrassen und Eingangsbereiche sowie Tribünen mit fester Bestuhlung 2,0
    C Flächen mit regelmäßiger Nutzung durch erhebliche Menschenansammlungen, Tribünen ohne feste Bestuhlung 2,0
D Verkaufsräume D Flächen von Verkaufsräumen bis 50 m2 Grundfläche in Wohn-, Büro- und vergleichbaren Gebäuden 1,0
    D Flächen in Einzelhandelsgeschäften und Warenhäusern 1,0
E Lager, Fabriken und Werkstätten, Ställe, Lagerräume und Zugänge E Flächen in Fabriken (Hinweis 1) und Werkstätten (Hinweis 1) mit leichtem Betrieb und Flächen in Großviehställen 1,0
    E falls nur zu Kontroll- und Wartungszwecken begangen 0,5
    E allgemeine Lagerflächen, einschließlich Bibliotheken 1,0
    E falls nur zu Kontroll- und Wartungszwecken begangen 0,5
    E Flächen in Fabriken (Hinweis 1) und Werkstätten (Hinweis 1) mit mittlerem oder schwerem Betrieb 1,0
    falls nur zu Kontroll- und Wartungszwecken begangen 0,5
H Dächer H nicht begehbare Dächer, außer für übliche Erhaltungsmaßnahmen 0,5
T
(Hinweis 2)
Treppen und Treppenpodeste T Treppen und Treppenpodeste in Wohngebäuden, Bürogebäuden und von Arztpraxen ohne schweres Gerät 0,5
    T Alle Treppen und Treppenpodeste, die nicht in T1 oder T3 eingeordnet werden können 1,0
    T Zugänge und Treppen von Tribünen ohne feste Bestuhlung, die als Fluchtwege dienen 2,0
Z
(Hinweis 2)
Zugänge, Balkone und Ähnliches Z Dachterrassen, Laubengänge, Loggien usw., Balkone, Ausstiegspodeste 0,5
    zu Flächen ab Nutzungskategorie B2 1,0

* Hinweise

1.   
Nutzlasten in Fabriken und Werkstätten gelten als vorwiegend ruhend. Im Einzelfall sind sich häufig wiederholende Lasten je nach Gegebenheit als nicht vorwiegend ruhende Lasten einzuordnen.
2.   
Hinsichtlich der Einwirkungskombinationen sind die Einwirkungen der Nutzungskategorie des jeweiligen Gebäudes oder Gebäudeteils zuzuordnen.
3.   
Die Linienlast ist in Absturzsicherung in voller Höhe und in Gegenrichtung mit 50 %, mindestens jedoch 0,5 kN/m, anzusetzen.



Kenntlichmachen von Ganzglasanlagen

Bei klaren, durchsichtigen Ganzglasanlagen ohne Dekore besteht die Gefahr, in die Glasfläche einzulaufen und sich durch den Aufprall zu verletzen. In verschiedenen Regelwerken wird gefordert, dass Türen, die zu mehr als drei Vierteln ihrer Fläche aus durchsichtigem Werkstoff bestehen, in Augenhöhe so gekennzeichnet sein müssen, dass sie als Verglasungen deutlich wahrgenommen werden können (ASR A1.7 "Türen und Tore").
Eine wirksame Kenntlichmachung ist z. B. mit Klebefolien in unterschiedlichsten Dekoren möglich. Zu beachten ist dabei, dass ein Bekleben mit Folie auf der Glasoberfläche im Fall einer Zerstörung von ESG zu Schollenbildungen führen kann und diese zusammenhängenden Bruchstücke das Verletzungsrisiko erhöhen können. Die Sicherheitseigenschaften können dadurch verloren gehen. Weitere Möglichkeiten der Kenntlichmachung sind Farbbeschichtungen, Ätzungen oder Sandstrahlung auf der Glasoberfläche, die Produkteigenschaften (z. B. Mindestwert der charakteristischen Biegefestigkeit) sind nachzuweisen.
Je nach gewünschter Funktionsanforderung und dekorativer Gestaltung kann der Einsatz anderer Glasarten, z. B. Verbundsicherheitsglas (VSG) sinnvoll sein.

Bauprodukte

Glas
Die zu verwendeten Glasarten für Ganzglasanlagen sind:

  • heißgelagertes Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-H),
  • Verbundsicherheitsglas (VSG) aus teilvorgespanntem Glas (TVG), ESG-H, entspanntem Glas oder Kombinationen aus diesen Produkten,
  • Verbundglas (VG) aus TVG, ESG-H mit anderen Zwischenschichten als PVB-Folie. Es kann bei entsprechendem Nachweis der Bruchsicherheit eingesetzt werden. Dabei muss das Bruchbild dem der DIN EN 12600 Kategorie 2(B)2 entsprechen.

Da es sich weitgehend um punktgelagertes oder durch Klemmbacken gehaltenes Glas handelt, sind die Anforderungen der DIN 18008-3 „Glas im Bauwesen – Bemessungs- und Konstruktionsregeln – Teil 3: Punktförmig gelagerte Verglasungen“ zu beachten.

DIN 18008-3
Zusätzliche Regelungen für Vertikalverglasungen

Für Vertikalverglasung

- VSG aus ESG, ESG-H oder TVG (jeweils gebohrt oder geklemmt)
Für Vertikalverglasungen, die durch Klemmhalter gelagert sind, dürfen außerdem folgende Glaserzeugnisse verwendet werden:

  • ESG-H mit minimaler Scheibennenndecke von 6 mm;
  • Folgende Glasarten dürfen nicht verwendet werden:
  • Drahtglas (auch Drahtspiegelglas),
  • monolithisches, entspanntes Floatglas und Ornamentglas,
  • monolithisches TVG,
  • monolithisches chemisch vorgespanntes Glas.

Kantenbearbeitung

Für die Glasbearbeitung bzw. Kantenbearbeitung wird für alle sichtbaren Kanten eine polierte Kante (KPO) aus Gründen der Ästhetik und Beständigkeit empfohlen, jedoch sind alle Kanten mind. In der Qualität einer geschliffenen Kante (KGN) auszuführen. Alle Ecken sind mindestens feinmatt zu stoßen.
Die Kantenbearbeitung im Bereich der Beschlagbefestigung muss der jeweiligen Produktnorm bzw. den Vorgaben des Beschlagherstellers entsprechen, jedoch sollte sie mindestens die Qualität einer geschliffenen Kante (KGN) aufweisen.

Für VSG-Gläser in Ganzglasanlagen sind die Kantenversatztoleranzen auf +/- 1 mm zu begrenzen.

Bohrungen und Ausschnitte

Bohrlöcher müssen gemäß DIN 18008-3 Abschnitt 4.3 angefertigt werden.



DIN 18008-3


4.3 Die Kanten der Bohrungen im Glas sind in der Qualität „Geschliffene Kante“ oder höherwertig entsprechend der in Bezug genommenen Produktnorm für vorgespannte Glasprodukte auszuführen. Die Ränder von Bohrungen sind unter einem Winkel von 45° mit einer Fase von 0,5 mm bis 1,0 mm (kurze Schenkellänge) auf beiden Seiten der Scheibe zu säumen. Ein Kantenversatz infolge zweiseitiger Bearbeitung darf nicht größer als 0,5 mm sein.
Zu empfehlen sind folgende Toleranzen:

  • Toleranzen der Bohrungsanlage dürfen +/- 1 mm betragen.
  • Ein Kantenversatz im Verbundsicherheitsglas darf nicht größer als 1 mm sein.
  • Die Summierung aller vorgenannten Toleranzen dürfen +/- 3 mm nicht überschreiten.

Diese sind vom Besteller einzufordern, da die Produktnormen von ESG, VSG und Floatglas größere Toleranzen zulassen. Diese Toleranzen sind bei der Errichtung von Ganzglasanlagen nicht praktikabel, da es sonst zu Beeinträchtigungen in der Funktion kommen kann.
Bei der Verwendung von thermisch vorgespanntem ESG beschreibt die Produktnorm DIN EN 12150-1 „Glas im Bauwesen – Thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas – Teil 1: Definition und Beschreibung“ die möglichen Ausschnitte und Bohrungen.


DIN EN 12150-1
Durchmesser der Bohrungen

Der Durchmesser der Bohrungen, Durchmesser, darf im Allgemeinen nicht kleiner als      die Nenndecke des Glases sein. Bei kleineren Bohrungen sollte beim Hersteller nachgefragt werden.

Begrenzungen der Lage der Bohrungen

Im Allgemeinen sind die Begrenzungen der Lage der Bohrungen in Bezug auf die Kante der Glasscheibe, die Ecken der Glasscheibe und zueinander abhängig von:

  • der Nenndicke des Glases (d);
  • den Maßen der Scheibe (B, H);
  • dem Durchmesser der Bohrungen (Durchmesser);
  • der Form der Scheibe;
  • der Anzahl der Bohrungen.

Oberflächenbearbeitung

Eine nachträgliche Oberflächenbearbeitung (Sandstrahlen, Ätzen, Schleifen) von vorgespannten Gläsern ist gem. DIN EN 12150-1 und TVG gem. DIN EN 1863 nicht zulässig. Wird die Oberflächenbearbeitung vor dem Vorspannen durchgeführt und kann der Hersteller nachweisen, dass die geforderten Eigenschaften gem. Produktnorm erfüllt werden, ist diese Bearbeitung zulässig und das Produkt kann als vorgespanntes Glas dauerhaft gekennzeichnet werden.
Vor dem großflächigen Anbringen von Folien auf eine monolithische ESG-H ist abzusehen, da es bei einer Zerstörung der Scheibe zu einer Schollenbildung kommt. Die Scheibe kann dann als Ganzes abstürzen und somit das Verletzungsrisiko erheblich erhöhen. Das sich damit ändernde Bruchbild der Scheibe entspricht nicht mehr den Anforderungen an ESG und die Sicherheitseigenschaften können verloren gehen.

Beschläge

Bei der Verwendung der Beschläge sind die Angaben und die Montageanweisung der Hersteller zu berücksichtigen. Verwendbarkeitsnachweise können entsprechend der Nutzungsanforderungen unterschiedlich sein.
Folgende Normen sind in Bezug auf die Beschläge zu beachten:

  • DIN EN 1154 „Schlösser und Baubeschläge – Türschließmittel mit kontrolliertem Schließablauf – Anforderungen und Prüfverfahren“
  • DIN EN 1527 „Schlösser und Baubeschläge – Beschläge für Schiebetüren und Falttüren – Anforderungen und Prüfverfahren“
  • DIN EN 12209 „Schlösser und Baubeschläge – Mechanisch betätigte Schlösser und Schließbleche – Anforderungen und Prüfverfahren“
  • DIN EN 12400 „Fenster und Türen – Mechanische Beanspruchung – Anforderungen und Einteilung“
  • DIN EN 13049 „Fenster – Belastung mit einem weichen, schweren Stoßkörper – Prüfverfahren, Sicherheitsanforderungen und Klassifizierung“

Hinweis für Dreh-, Pendel- und Schiebetürbeschläge
Über die oben stehenden DIN-Normen hinaus werden von den Herstellern eigene Prüfungen und Dauertests für lastabtragende Beschläge ggf. in Zusammenarbeit mit dem TÜV, Universitäten oder Prüfämtern zur Dokumentation der Verwendbarkeit und Gebrauchstauglichkeit durchgeführt. Sind keine Nachweise oder Dokumentationen bezüglich der Gebrauchstauglichkeit der Beschläge vorhanden, ist der Verarbeiter gegenüber dem Auftraggeber hinweispflichtig und hat schriftlich Bedenken anzumelden.

Abdichtungen

Ganzglasanlagen sind im Allgemeinen nicht wind- und schlagregendicht. Bei Außenanwendungen sind die Anforderungen der DIN EN 14351 zu beachten.
Bei Ganzglasanlagen, die in einem Feuchtraum oder als Duschabtrennung errichtet werden, müssen die Verglasungen durch geeignete Dichtungen und/oder Dichtstoffe miteinander verbunden werden, um übermäßigen Wasserdurchtritt zu verhindern.
Alle verwendeten Materialien müssen miteinander verträglich sein.
Bodentürschließer sollten bei hohem Feuchtigkeitsanfall mit Vergussmasse abgedichtet werden.

Glastüren (Türblatt mit oder ohne Zarge)

Glasinnentüren fallen unter die Bauregelliste C. Diese Liste gilt für Bauprodukte und Verwendungen, für die nach bauaufsichtlichen Vorschriften nur Normalentflammbarkeit vorausgesetzt wird und an die keine weitergehenden Brandschutzanforderungen und keine Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz gestellt werden. Demnach können Glasinnentüren, an die keine besonderen Anforderungen gestellt werden und für die keine weiteren Nachweise gefordert werden, ohne weitere Nachweise realisiert werden. Die Glasinnentür muss jedoch die grundsätzlichen Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit, Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit erfüllen. Die Glasinnentüren müssen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen und so dimensioniert sein, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Die Zargen, Beschläge und Glasflächen müssen den Sicherheitsanforderungen genügen und entsprechend eingebaut werden.

 

Wartung, Nutzung und Pflege

Wartung

Da Glanzglasanlagen häufig in öffentlichen und stark frequentierten Bereichen verbaut werden, sind die Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, entsprechend hoch. Daher ist eine regelmäßige und fachgerechte Wartung der Anlagen unabdingbar durchzuführen, um die Gebrauchstauglichkeit, die Funktionen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Bei der Wartung der Anlagen sind der Sitz und die Gängigkeit der Beschläge, die Falzluftmaße, eine ausreichende Bodenluft sowie die Justierung der Tür regelmäßig zu kontrollieren. Beschädigte Glaselemente (Abplatzung und/oder Ausmuschelungen) müssen unverzüglich ausgetauscht werden, da diese Beschädigungen zur Reduzierung der Festigkeit führen und dies den Bruch der Scheibe verursachen kann.

Die Wartung der Anlagen sollte immer durch einen Fachbetrieb in regelmäßigen Intervallen, z. B. jährlich, durchgeführt werden.
Die Verkehrssicherheit kann durch die fachgerechte Wartung über den gesamten Nutzungszeitraum gewährleistet werden.
Folgende Maßnahmen sind bei der Wartung von Ganzglaselementen durchzuführen.

  • Sitz und ggf. Gängigkeit der Beschläge überprüfen,
  • Befestigungen am Baukörper und das Drehmoment der Schrauben überprüfen,
  • Funktion und Gängigkeit der Anlage überprüfen,
  • Justierung der Tür überprüfen,
  • Laufflächen der Laufschienen von eventuell vorhandenen Spänen und Schmutz reinigen,
  • Verformungen von Führungsschienen beheben,
  • Glaseinstand überprüfen,
  • Funktionen der Schlösser und Verriegelungen überprüfen,
  • Glastüren und Glaselemente, die Beschädigungen wie Kantenverletzungen, muschelförmige Ausbrüche oder tiefe Kratzer aufweisen, austauschen
  • Kontakt zwischen Glas und harten Werkstoffen verhindern,
  • Bei Verkehrssicherheit gefährdenden Beschädigungen den gefährdeten Ort sichern und absperren. Folgende Punkte sind bei der Übergabe von Ganzglaselementen zu beachten:
  • Bedienung und Reinigung von Schiebewänden haben nur durch eingewiesene Personen zu erfolgen. Bei der Übergabe oder der Wartung sollten solche Einweisungen stattfinden.
  • Eine Bedienungsanleitung muss vor Ort vorhanden sein.

Die aufgeführten Punkte sind beispielhaft und sind nicht als abschließend zu betrachten.

Nutzung

Ein bestimmungsgemäßer Gebrauch einer Ganzglasanlage ermöglicht eine lange Lebensdauer. Es ist daher immer empfehlenswert, bei der Errichtung von Ganzglasanlagen eine Bedienerschulung sowie einen Wartungsvertrag mit anzubieten, um Schäden frühzeitig zu erkennen und diese zu beheben.
Nutzungs-/Bedienungsanleitungen sind von den Lieferanten bereitzustellen und zu beachten.

Pflege

Um die Eigenschaften der Gläser über den gesamten Nutzungszeitraum zu erhalten, ist eine fachgerechte, auf die jeweilige Verglasung abgestimmte Reinigung in geeigneten Intervallen Voraussetzung. Siehe Kapitel 8.

 

 Merkblatt zur Glasreinigung

  • Einleitung

Glas verträgt viel – aber nicht alles!
Glas als Teil der Fassade unterliegt der natürlichen und baubedingten Verschmutzung.
Normale Verschmutzungen, in angemessenen Intervallen fachgerecht gereinigt, stellen für Glas kein Problem dar. In Abhängigkeit von Zeit, Standort, Klima und Bausituation kann es aber zu einer deutlichen chemischen und physikalischen Anlagerung von Verschmutzungen an die Glasoberfläche kommen, bei denen die fachgerechte Reinigung besonders wichtig ist. Dieses Merkblatt soll Hinweise geben zur Verhinderung und Minimierung von Verschmutzungen während der Lebensdauer und zur fachgerechten und zeitnahen Reinigung von verschiedenen Glasoberflächen.

  • Reinigungsarten
  • Während des Baufortschritts

Grundsätzlich ist jede aggressive Verschmutzung im Laufe des Baufortschritts zu vermeiden. Sollte dies dennoch vorkommen, so müssen die Verschmutzungen sofort nach dem Entstehen vom Verursacher mit nicht-aggressiven Mitteln rückstandsfrei abgewaschen werden.
Insbesondere Beton- oder Zementschlämme Putze und Mörtel sind hochalkalisch und führen zu einer Verätzung des Glases (Blindwerden), falls sie nicht sofort mit reichlich Wasser abgespült werden. Staubige und körnige Anlagerungen müssen fachgerecht, jedoch keinesfalls trocken entfernt werden. Der Auftraggeber ist aufgrund seiner Mitwirkungs- und Schutzpflichten verantwortlich, das Zusammenwirken der verschiedenen Gewerke zu regeln, insbesondere nachfolgende Gewerke über die notwendigen Schutzmaßnahmen in Kenntnis zu setzen.

Eine Minimierung von Verschmutzungen kann durch einen optimierten Bauablauf und durch separat beauftragte Schutzmaßnahmen, wie z.B. das Anbringen von Schutzfolien vor die Fenster bzw. die Fassadenflächen erreicht werden.

Die so genannte Erstreinigung hat die Aufgabe, die Bauteile nach der Fertigstellung des Bauwerks zu reinigen. Sie kann nicht dazu dienen, alle während der gesamten Zeit des Baufortschritts angefallenen Verschmutzungen zu beseitigen.

    • Während der Nutzung

Um die Eigenschaften der Gläser über den gesamten Nutzungszeitraum zu erhalten, ist eine fachgerechte, auf die jeweilige Verglasung abgestimmte Reinigung in geeigneten Intervallen Voraussetzung.



3 Reinigungsvorschriften für Glas

3.1 Allgemeines

Die folgenden Hinweise zur Reinigung treffen für alle am Bau verwandten Glaserzeugnisse zu. Bei der Reinigung von Glas ist immer mit viel, möglichst sauberem Wasser zu arbeiten, um einen Scheuereffekt durch Schmutzpartikel zu vermeiden. Als Handwerkszeuge sind zum Beispiel weiche, saubere Schwämme, Leder, Lappen oder Gummiabstreifer geeignet. Unterstützt werden kann die Reinigungswirkung durch den Einsatz weitgehend neutraler Reinigungsmittel oder handelsüblicher Haushalts-Glasreiniger. Handelt es sich bei den Verschmutzungen um Fett oder Dichtstoffrückstände, so kann für die Reinigung auf handelsübliche Lösungsmittel wie Spiritus oder Isopropanol zurückgegriffen werden. Von allen chemischen Reinigungsmitteln dürfen alkalische Laugen, Säuren und fluoridhaltige Mittel generell nicht angewendet werden.

Der Einsatz von spitzen, scharfen metallischen Gegenständen, z. B. Klingen oder Messern, kann Oberflächenschäden (Kratzer) verursachen. Ein Reinigungsmittel darf die Oberfläche nicht erkennbar angreifen. Das sogenannte „Abklingen“ mit dem Glashobel zur Reinigung ganzer Glasflächen ist nicht zulässig. Werden während der Reinigungsarbeiten durch die Reinigung verursachte Schädigungen der Glasprodukte oder Glasoberflächen bemerkt, so sind die Reinigungsarbeiten unverzüglich zu unterbrechen und die zur Vermeidung weiterer Schädigungen notwendigen Informationen einzuholen.

(Weitergehende Hinweise zur Reinigung von Fassaden finden sich in der Richtlinie „Reinigung von Metallfassaden“ (RAL-GZ 632) der GRM Gesellschaft für die Reinigung von Metallfassaden, Nürnberg und der ift-Richtlinie:1998-04, Prüfung und Beurteilung der Schlierenbildung von Dichtstoffen für Abdichtungen von Verglasungen.)

3.2 Besonders veredelte und außenbeschichtete Gläser


Die nachfolgend genannten besonders veredelten und außenbeschichteten Gläser sind hochwertige Produkte. Sie erfordern eine besondere Vorsicht und Sorgfalt bei der Reinigung. Schäden können hier stärker sichtbar sein oder die Funktion stören. Gegebenenfalls sind vor allem bei außenbeschichteten Produkten auch gesonderte Empfehlungen der einzelnen Hersteller zur Reinigung zu beachten. Die Reinigung der Glasoberfläche mit dem „Glashobel“ ist nicht zulässig.

3.2.1 Als Außenbeschichtungen (Position 1 = Wetterseite) werden einige Sonnenschutzgläser ausgeführt. Diese sind oftmals erkennbar an einer sehr hohen Reflexion auch im sichtbaren Bereich. Sonnenschutzgläser sind vielfach auch zugleich thermisch vorgespannt, vor allem bei Fassadenplatten oder Sonnenschürzen.
3.2.2 Auf der Außen- oder Innenseite von Verglasungen (Position 1 oder 4) können ferner reflexionsmindernde Schichten (Anti-Reflexschichten) angebracht sein, die naturgemäß schwierig erkennbar sind.

3.2.3 Einen Spezialfall stellen außen- oder innenliegende Wärmedämmschichten (Position 1 oder 4) dar. Bei besonderen Fensterkonstruktionen können diese Schichten ausnahmsweise nicht zum Scheibenzwischenraum des Isolierglases zeigen. Mechanische Beschädigungen dieser Schichten äußern sich meist streifenförmig als aufliegender Abrieb, auf Grund der ein wenig raueren Oberfläche.

3.2.4 Schmutzabweisende/selbstreinigende Oberflächen sind optisch kaum erkennbar. Nutzungsbedingt sind diese Schichten meist auf der der Witterung zugewandten Seite der Verglasung angeordnet. Mechanische Beschädigungen (Kratzer) bei selbstreinigenden Schichten stellen nicht nur eine visuell erkennbare Schädigung des Glases dar, sondern können auch zu einem Funktionsverlust an der geschädigten Stelle führen. Silikon- oder Fettablagerungen auf diesen Oberflächen sind ebenfalls zu vermeiden. Deshalb müssen insbesondere Gummiabstreifer silikon-, fett und fremdkörperfrei sein.

3.2.5 Einscheibensicherheitsglas / ESG wie auch teilvorgespanntes Glas / TVG ist nach gesetzlichen Vorschriften dauerhaft gekennzeichnet und kann mit den zuvor genannten Beschichtungen kombiniert sein. Als Folge der Weiterveredelung weist vorgespanntes Glas im Allgemeinen nicht die gleiche extreme Planität wie normal gekühltes Spiegelglas auf. Sein Einbau ist vielfach vorgeschrieben, um gesetzlichen oder normativen Vorgaben zu genügen. Die Oberfläche von ESG ist durch den thermischen Vorspannprozess im Vergleich zu normalem Floatglas verändert. Es wird ein Spannungsprofil erzeugt, das zu einer höheren Biegezugfestigkeit führt. Dies kann zu einer anderen Oberflächeneigenschaft führen.

Die vorgenannten veredelten und außenbeschichteten Gläser stellen hochwertige Produkte dar, die eine besondere Vorsicht und Sorgfalt bei der Reinigung erfordern.
Vier (4.) Weitere Hinweise

Die Anwendung tragbarer Poliermaschinen zur Beseitigung von Oberflächenschäden führt zu einem nennenswerten Abtrag der Glasmasse. Optische Verzerrungen, die als „Linseneffekt“ erkennbar sind, können hierdurch hervorgerufen werden. Der Einsatz von Poliermaschinen ist insbesondere bei den genannten veredelten und außenbeschichteten Gläsern nicht zulässig. Bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) führt das „Auspolieren“ von Oberflächenschäden zu einem Festigkeitsverlust. In Folge ist die Sicherheit des Bauteils nicht mehr gegeben.

Übrigens:

Glasoberflächen können ungleichmäßig benetzbar sein, was z. B. auf Abdrücke von Aufklebern, Rollen, Fingern, Dichtstoffresten, aber auch Umwelteinflüsse, zurückzuführen ist. Dieses Phänomen zeigt sich nur, wenn die Scheibe feucht ist, also auch beim Reinigen der Scheiben.


 

Technische Hinweise


Gebogenes Glas

Allgemeine Hinweise und Toleranzen zu gebogenem Glas entnehmen Sie bitte dem Leitfaden für thermisch gebogenes Glas vom Bundesverband Flachglas.
Die im Leitfaden beschriebenen Abdrücke / Einbrände können auch bei gebogenem Floatglas verstärkt auftreten bei Gläsern mit engen Biegeradien oder bei Kombination mehrerer Gläser hintereinander (Isolierglas oder VSG). Anforderungen welche im Leitfaden nicht abgedeckt sind, werden auf Anfrage gerne persönlich beantwortet.

Gebogenes Einscheibensicherheitsglas

Gebogenes Einscheibensicherheitsglas (ESG) wird bei höheren Temperaturen hergestellt als planes ESG. Aus diesem Grunde kann es verstärkt zu Welligkeit und Einbrandstellen kommen. Dieser Effekt tritt häufig auf bei Dickgläsern ab 10 mm Glasstärke. Des Weiteren bei Gläsern mit sehr niedrigem, sowie mit hohem Gewicht. Die Verwendung von eisenoxydarmen Glas kann dies aufgrund der geringeren Wärmeaufnahme ebenfalls verstärken. Je nach Größe und Geometrie des Glases kann die punktuell oder aber auch flächig auftreten!

Gebogenes Isolierglas

Bitte beachten Sie in Ihren Berechnungen, dass sich gebogenes Glas anders verhält als nicht gebogenes Glas. Druckverglasungen sind nicht zulässig – es wird eine Nassversiegelung empfohlen. Der Glaseinstand ist höher als bei planem Isolierglas. Bei gebogenem Isolierglas liegt dieser bei ca. 12-15 mm.

Abdrücke

Bedingt durch den thermischen Vorspannprozess kann es bei Einscheibensicherheitsgläsern zu chemischen und mechanischen Veränderungen der Oberflächenbeschaffenheit kommen. So können z. B. Pünktchenbildung und Rollenabdrücke, sowie ggf. Randabdrücke entlang der Höhenkanten auftreten.

Anisotropie

Anisotropien entstehen bei Glas, dass einem thermischen Vorspanprozess unterzogen wurde. Durch die unterschiedlichen Spannungszonen entsteht eine Doppelberechnung der Lichtstrahlen. Nur die polarisierten Anteile des Tageslichtes machen diese Erscheinung durch spektralfarbene Ringe, Wolkenbilder und ähnliches sichtbar. Diese Erscheinungen sind produktionsbedingt und kein Reklamationsgrund. Die Anordnung der Anisotropie Felder kann bei Nachlieferungen, aber auch innerhalb einer Fertigungs-Charge unterschiedlich angeordnet sein.

Einscheibensicherheitsglas


ESG Hersteller sind nach DIN EN 12150 verpflichtet, alle ausgehenden Scheiben zu kennzeichnen. Dies geschieht mittels einer runden Einbrennfolie (Stempel), die dauerhaft in das Glas eingebrannt wird. Falls nicht anders angegeben, kennzeichnen wir immer auf der glatten Seite, oder bei gebogenen Scheiben in der Hohlseite spiegelverkehrt (von der konvexen Seite lesbar). Sollte keine Kennzeichnung (Stempel) erwünscht sein, im speziellen bei uv verklebten Teilen, werden wir versuchen diesen Wunsch zu erfüllen, sollte aber wider Erwarten dennoch ein Stempel angebracht sein, ist dies kein Reklamationsgrund.

Bedingt durch den thermischen Vorspannprozess kann es bei Einscheibensicherheitsgläsern zu chemischen und mechanischen Veränderungen der Oberflächenbeschaffenheit kommen. So können z. B. Pünktchenbildung und Rollenabdrücke, sowie ggf. Randabdrücke entlang der Höhenkanten auftreten. Einscheibensicherheitsglas neigt materialbedingt in Einzelfällen dazu, durch Nickelsulfideinschlüsse auch noch nach Jahren spontan zu Bruch zu gehen. Der Gesetzgeber sieht deshalb für sicherheitsrelevante Anwendungen einen Heat-Soak-Test vor. Jedoch verbleib auch nach einem Heat-Soak-Test noch ein statistisches Restrisiko. Von 1 Bruch auf 400 Tonnen Glas. Das entspricht in etwa 20.000 m2 bei einer Glasstärke von 8 mm. Durch einen Heat-Soak-Test entstehen weitere Kosten.

Verbundsicherheitsglas

Ein geringfügiger Kantenversatz ist produktionsbedingt nicht auszuschließen. Ein Nachschleifen der VSG-Einheit ist nach DIN EN ISO 12543-5 nicht zulässig und wird von uns nach dem Zusammenbau nicht mehr durchgeführt (gilt bei VSG aus ESG/TVG). Blasen und Versatz im Bereich von Lochbohrungen / Ausschnitten sind produktionsbedingt und stellen keinen Reklamationsgrund dar.

Entspiegeltes Glas

Entspiegeltes Glas ist im Wesentlichen wie unbelegtes Glas zu behandeln. Es ist jedoch Sorgfalt bei Handling walten zu lassen. Ein Auspolieren von Kratzern ist nicht möglich. Daher ist das Glas während der Montage von Verschmutzungen und anderen Einflüssen zu schützen. Die Reinigung erfolgt in der üblichen Weise mit viel Wasser, Schwamm oder Leder. Die Verwendung von Scheuermitteln ist nicht zulässig. Silikonreste beim Verkleben von Scheiben sind sofort zu entfernen.

Spiegel / Pflege

Zur Beseitigung von Flecken, wie sie im täglichen Gebrauch entstehen – Spritzer, Tropfen etc. – sollten die Spiegel / Gläser nur mit einem weichen, trocken Tuch abgerieben werden. Hartnäckige Flecken – z. B. Fett, Rückstände von Kosmetika, Fliegendreck etc. – kann man mit einem in heißen, klaren Wasser ausgewrungenen Fensterleder durch leichtes Abreiben beseitigen. Keinesfalls Chemikalien oder Reinigungsmittel verwenden! Sollte ein Spiegel feucht abgerieben werden, so ist darauf zu achten, dass am unteren Rand keine Tropfenrückstände verbleiben. Also auch dort trocken reiben.

Farbgleichheit

Aufgrund der unübersichtlichen Rohglassituation sind wir gezwungen unsere Bezugsquellen für Floatgläser zu erweitern. Dies bedeutet, dass es zu nicht unerheblichen Farbabweichungen kommen kann.
Die Glasindustrie mischt teilweise die Basisgläser aus den unterschiedlichen Floatglasanlagen. Darauf haben wir keinen Einfluss und können daher keine Farbgleichheit des Basisglases garantieren. Dickgläser können statt 15 oder 20 mm dick sein.
Bei Satinato-Gläsern gewinnt dies eine ganz besondere Bedeutung, da wir nicht gewährleisten können, dass jede Charge mit dem gleichen Basismaterial (Floatglas) gefertigt wird und der Ätzton immer gleich ist. Allein durch Verwendung eines anderen Basisglases kann ein gänzlich anderer Farbeindruck entstehen, hierauf haben wir keinen Einfluss.

Farbbeschichtungen

Auf Grund der Eigenfarbe des Glases (Eisenoxidgehalt) sind Farbabweichungen möglich und auch wahrscheinlich. Die Einhaltung des Farbtons wird in technisch möglichen Grenzen gewährleistet.

Siebdruck

Werden Siebdruck-Gläser vor einem Hintergrund eingesetzt oder von der dem Betrachter abgewandten Seite her durchleuchtet, kann der fertigungsbedingte Eindruck eines Sternenhimmels bzw. von Streifenbildung entstehen. Die Ursache liegt in der nicht absoluten Lichtundurchlässigkeit der Emailschicht. Um diesen Effekt zu vermeiden, dürfen diese Gläser nur vor einem dunklen Hintergrund eingebaut werden. Die Emailseite dieser Siebdruck-Gläser ist nicht als Ansichtsseite geeignet, da auf dieser Seite fertigungsbedingte Strukturen sichtbar sind, welche von der Glasseite betrachtet, nicht mehr zu erkennen sind.

Aus produktionstechnischen Gründen ist eine absolute Farbgleichheit nicht mehr möglich. Das gilt insbesondere für Nachbestellungen.
Bitte beachten Sie auch die technischen Richtlinien ESG, die wir Ihnen auf Wunsch gerne zusenden (Maßtoleranzen, Seitenverhältnisse, Bohrlochlagen, Abweichungen aus der Ebene, …).
Hierbei ist vor allem zu berücksichtigen, dass der Abstand einer Bohrung zum Glasrand mindestens 2 x Glasdicke bis Anfang der Bohrung betragen muss. Wird dieser Abstand unterschritten, kann nach unserem Ermessen ohne Rückfrage beim Kunden die Bohrung zur Seite hin geschlitzt werden!

TVG Mono / VSG aus TVG

Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass diese Scheiben einer Zustimmung im Einzelfall von der obersten Baubehörde in Deutschland bedürfen. Die Beauftragung einer Zustimmung im Einzelfall gehört zum Leistungsumfang des Auftraggebers.

Verklebungen

Bedingt durch den thermischen Vorspannprozess kann es bei Einscheibensicherheitsgläsern zu chemischen und mechanischen Veränderungen der Oberflächenbeschaffenheit kommen. So können z. B. Pünktchenbildung und Rollenabdrücke, sowie ggf. Randabdrücke entlang den Höhenkanten auftreten.
Diese thermischen Eigenschaften beeinflussen die Haltbarkeit von Glas-Verklebungen, daher können wir hier keine Garantie für die Haltbarkeit übernehmen. Bedingt durch die Oberflächenbeschaffenheit des ESG kann eine blasenfreie Verklebung nicht garantiert werden.

Verklebte Gläser sind vor Erschütterungen, Verwindungen, Vibrationen, Stößen, Feuchtigkeit und starken Temperaturwechseln zu schützen. Dies gilt insbesondere für den Transport von verklebten Gläsern. Sollte eine der vorgenannten Ursachen zu einem Defekt der Gläser führen, ist dies kein Reklamations- oder Gewährleistungsgrund.

Oberflächenbeschichtung / -versiegelungen

Sind grundsätzlich mit warmem Wasser, Schwamm oder weichem Tuch zu reinigen. Anschließend das Glas mit ausgedrücktem Schwamm abwischen und mit einem Microfasertuch trocken wischen. Keine Scheuernden, Ätzenden, Säurehaltigen oder Alkalischen Reinigungsmittel verwenden. Diese können die Beschichtung zerstören. Gleiches gilt für starke manuelle Einwirkungen, wie z. B. das Abziehen mittels eines Fensterabziehers.

Urheberrechte / Musterschutz

Glasbearbeitungen die nach Vorgabe unserer Kunden gefertigt werden, können wir aus Zeit- und Kostengründen nicht kontrollieren, ob diese einen Musterschutz o. ä. unterliegen. Wir lehnen jegliche Haftung (Muster-, Marken-, Urheberrechte oder Rechte auf Basis des Wettbewerbsrechtes) dazu ab. Die Prüfung obliegt dem Auftraggeber und fällt in dessen Verantwortungsbereich.

Satiniertes Floatglas

Bei geätzten Gläsern kann es zu Wolkenbildungen kommen, die durch den Ätzprozess     verursacht werden. Dies ist produktionsbedingt und stellt keinen Reklamationsgrund dar. Geätzte Gläser unbedingt trocken lagern. Sollte Feuchtigkeit auftreten ist diese umgehend zu beseitigen.
Bei Satinato-Gläsern können wir nicht gewährleisten, dass jede Charge mit dem gleichen Basismaterial (Floatglas) gefertigt wird und der Ätzton immer gleich ist. Allein durch Verwendung eines anderen Basisglases kann ein gänzlich anderer Farbeindruck entstehen, darauf haben wir leider keinen Einfluss.

Technische Daten

Die Technischen Daten / Werte beziehen sich auf Angaben von Basisglas-Herstellern oder wurden im Rahmen einer Prüfung eines unabhängigen Prüfinstitutes nach der jeweils gültigen Norm ermittelt. Die Funktionswerte beziehen sich auf Prüfstück in den für die Prüfung vorgesehenen Abmessungen. Eine weitergehende Garantie für technische Werte wird nicht übernommen. Insbesondere wenn Prüfungen mit anderen Einbausituationen durchgeführt werden. Statik und Anprallast nicht geprüft!
Alle genannten Werte sind Standard-Nennwerte und unterliegen den entsprechenden Produkttoleranzen nach EN-Norm, Bauregelliste (BRL) und den verwendeten Basisgläsern.

Eisblumenglas

Bei Eisblumenglas können vereinzelt Reste von Knochenleim auf der Scheibe verbleiben, die nicht entfernt werden können. Durch den Herstellprozess können Unebenheiten und Kratzer in der Facette auftreten. Dies ist produktionsbedingt und stellt keinen Reklamationsgrund dar.

Glasbruch

Bei der Produktion hochwertiger Glasscheiben kann es vereinzelt zu Ausfällen durch Glasbruch oder Fehler im Glas kommen. Dadurch kann es zu Lieferverzögerungen kommen, da eine Neuproduktion der Einheiten veranlasst werden muss.
Daraus resultierende Folgekosten lehnen wir ab.

Bauseits gestellte Materialien

Für Schablonen, Muster, Zeichnungen und uns zur Bearbeitung überlassene Materialien, übernehmen wir keine Haftung für Bruch, Vollständigkeit oder Verlust.



Automatische Türantriebe

Wartung und Pflege

Wartungsarbeiten dürfen nur im spannungsfreien Zustand von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.
Lassen Sie die Türantriebe mindestens 1 x jährlich prüfen und warten. Für Fluchtwege empfehlen wir eine halbjährliche Wartung.
Die Überprüfung und Abnahme muss anhand eines Prüfbuches durchgeführt werden. Das Ergebnis ist zu dokumentieren und durch den Betreiber aufzubewahren.
Ein wartungsvertrag wird dringend angeraten.
Folgende Teile müssen mindestens 1 x jährlich geprüft bzw. ausgetauscht werden:
Gestänge, Gleitstücke, Gleitschiene
Es dürfen nur Originalteile eingesetzt werden.
Schalten Sie während der Reinigung den Netzschalter (Sicherung) aus um ungewollte Fahrbewegungen zu vermeiden.
Lassen Sie kein Wasser oder Reinigungsmittel in den Antrieb gelangen.
Führen Sie niemals Gegenstände in die Öffnungen am Antrieb ein.
Reinigen Sie die Abdeckungen mit einem feuchten Tuch und handelsüblichen nicht aggressiven Reinigungsmitteln. Verwenden Sie keine Scheuermittel da ansonsten die Oberflächen beschädigt werden können.



Glastürbeschläge


Schiebetüren, Pendeltüren, Anschlagtüren, Horizontal- Schiebewände

Wartung und Pflege

Der Sitz und die Gängigkeit der Beschläge sowie die Justierung der Türen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Insbesondere von hochfrequentierten Anlagen sollen die Prüfungen durch Servicepersonal des Installationsbetriebes erfolgen.

Beschädigte Glaselemente (Abplatzungen und/oder Ausmuschelungen) müssen unverzüglich ausgetauscht werden.
Die Reinigung der Oberflächen darf nur mit geeigneten Reinigungsmitteln erfolgen.
Wir garantieren einen Wartungsfreien Betrieb für max. 3 Jahre (bei bis zu 30 Betätigungen pro Tag)
Beim Austausch von beschädigten Beschlägen dürfen nur Originalersatzteile zum Einsatz kommen.
Bei Schiebetüren sind Laufflächen und Laufrollen je nach Verschmutzungsgrad mit einem weichen Tuch zu säubern.
Sofern bodenbündige untere Führungsschienen verbaut sind so sind diese mindestens 1 x wöchentlich zu reinigen (Bei Außenanlagen entsprechend der Schmutzbelastung u.U. öfter).

Werden Bodentürschließer verbaut so hat der Betreiber bei Pendeltüren auf die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit zu achten. Defekte Türschließer (insbesondere bei Pendeltüren- Durchpendeln ohne Gegendruck) sind aufgrund eines erhöhten Verletzungsrisikos umgehend auszutauschen.
Horizontal- Schiebewände dürfen nur durch eingewiesenes Personal geöffnet und geschlossen werden. Hier ist besonders auf die vertikale Ausrichtung der Flügel beim Verschiebevorgang zu achten. Automatisierte Horizontal- Schiebewände sind mindesten 1 x jährlich durch geschultes Servicepersonal zu warten.

Quellenangabe:

Technische Richtlinien des Glaserhandwerks Nr. 6
Glaserarbeiten
Ganzglasanlagen
1. Auflage 2017

Herausgeber: Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks
Verlag: Verlagsanstalt Handwerk GmbH


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